Heute Morgen stand ich wieder in der Küche, Katze maunzend neben mir, Napf leer, Blick vorwurfsvoll. Ich hab ehrlich gesagt kurz überlegt, ob ich einfach die Tüte Trockenfutter aufreiße und gut ist. Schnell, bequem, fertig. Aber dann kam wieder dieses Gefühl. Dieses kleine Zwicken im Bauch, das sagt: Ist das wirklich das Beste für sie?
Also hab ich gegoogelt, gelesen, verglichen. Und irgendwann bin ich bei BARF für Katzen gelandet. Erst dachte ich, das klingt total verrückt. Rohes Fleisch, Supplemente, alles abwiegen? Ich hab schon beim Lesen geschwitzt. Aber je mehr ich mich reingefuchst hab, desto mehr hat’s Sinn ergeben.

BARFen bedeutet im Grunde nichts anderes, als deine Katze so zu füttern, wie es in der Natur wäre: mit echtem Fleisch, natürlichen Zutaten und ohne Füllstoffe. Kein Hokuspokus, kein Luxus-Hype, einfach artgerecht.
Was bedeutet BARF für Katzen eigentlich?
Katzen sind echte Fleischfresser. Ihr Körper ist darauf ausgelegt, tierische Proteine zu verdauen, nicht Getreide oder Zucker. Genau da setzt BARF an. Du entscheidest, was in den Napf kommt und kannst sicher sein, dass sie alles bekommt, was sie wirklich braucht. Keine Füllstoffe, kein Müll. Nur gutes, frisches Futter.
Natürlich klingt das am Anfang etwas nach Wissenschaft: Muskelfleisch, Leber, Herz, Calcium, Taurin… uff. Aber keine Sorge, das wird schnell Routine. Mit ein bisschen Wissen und einer Küchenwaage hast du die richtige Menge sofort im Griff.
Viele Katzenhalter merken schon nach kurzer Zeit den Unterschied: glänzenderes Fell, mehr Energie, weniger Mundgeruch. Die Katze frisst mit echtem Appetit.
Die Vorteile von BARF für Katzen
Ich war selbst überrascht, wie viele positive Veränderungen ich nach ein paar Wochen gemerkt habe. Meine Katze war plötzlich wacher, ihr Fell hat geglänzt, und sie hat einfach richtig gut gerochen. So komisch das klingt. Kein muffiger Geruch mehr, kein ständiges Schmatzen, einfach rundum zufrieden.
Hier sind die größten Vorteile auf einen Blick:
🐾 Volle Kontrolle über die Zutaten
Du bestimmst, welches Fleisch du kaufst und welche Zusätze reinkommen. Du weißt immer, was im Napf landet.
🐾 Gesunde Verdauung
Katzen, die gebarft werden, haben oft weniger Probleme mit Durchfall oder Blähungen. Der Kot riecht milder und ist kleiner – kein Witz, du wirst den Unterschied merken.
🐾 Schönes Fell & frischer Atem
Rohes Futter liefert natürliche Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Das Fell glänzt, die Haut juckt weniger, der Atem riecht besser.
🐾 Weniger Allergien & Übergewicht
Ohne Getreide, Zucker oder Zusatzstoffe entlastest du das Verdauungssystem. Viele Katzen verlieren automatisch etwas Gewicht und sind agiler.
🐾 Natürliche Zahnpflege
Rohes Fleisch, besonders mit kleinen Knochenstücken, hilft beim Zahnabrieb. So lagert sich weniger Zahnstein an.
💡 Mein Tipp: Wenn du Fleisch selbst verarbeitest, lohnt sich ein robuster Fleischwolf. So kannst du größere Mengen vorbereiten und portionsweise einfrieren. Dazu am besten gleich ein paar Gefrierdosen, dann hast du immer frische Portionen griffbereit.
Risiken und häufige Fehler beim Barfen
So begeistert ich von BARF Katze bin, ganz ohne Stolperfallen ist das Ganze nicht. Ich hab am Anfang auch Fehler gemacht. Zu viel Leber, zu wenig Calcium, falsche Lagerung. Das passiert schnell. Aber genau deshalb reden wir jetzt drüber, damit du’s direkt besser machst.
Das größte Risiko beim Barfen ist, dass du das Futter nicht ausgewogen zusammenstellst. Katzen brauchen ein ziemlich genaues Verhältnis von Muskelfleisch, Innereien, Fett, Knochen und Supplementen. Wenn du da zu sehr schätzt statt zu wiegen, kann’s auf Dauer Mangelerscheinungen geben. Deswegen: Immer schön abwiegen. Eine digitale Küchenwaage ist hier Gold wert.
Ein weiterer Punkt ist Hygiene. Rohes Fleisch ist super, aber eben auch empfindlich. Arbeitsfläche sauber halten, Fleisch direkt verarbeiten, Hände waschen, Reste nicht stundenlang stehen lassen. Klingt selbstverständlich, aber glaub mir, in der Küche mit Katze um die Beine vergisst man das schnell mal.
Auch wichtig: Nicht einfach loslegen, ohne Plan. Jede Katze ist anders. Ihr Gewicht, ihr Aktivitätslevel, ihr Alter: all das spielt eine Rolle. Wenn du unsicher bist, lass das Futter anfangs vom Tierarzt checken oder mach einen kleinen Bluttest, sobald du komplett auf BARF umstellst. So gehst du auf Nummer sicher.
Und bitte, bitte: Keine wilden Experimente mit Gewürzen oder neuen Zutaten, nur weil du’s spannend findest. Katzenmägen sind sensibel. Lieber simpel bleiben und schrittweise ausprobieren.
So startest du mit BARF – Schritt für Schritt
Ich weiß, der Anfang kann sich ein bisschen nach Raketenwissenschaft anfühlen. Fleisch hier, Supplement da, plötzlich spricht jeder von Calcium und Taurin.
Wenn du das erste Mal BARFen ausprobierst, geh Schritt für Schritt vor. So bleibt es stressfrei und übersichtlich.
1. Informieren & Planen
Mach dich mit den Grundlagen vertraut. Wie viel soll deine Katze überhaupt fressen? Meist sind es etwa 2 bis 3 Prozent ihres Körpergewichts pro Tag. Schreib dir alles auf, auch welche Fleischsorten sie gut verträgt.
2. Zutaten besorgen
Kauf frisches Fleisch beim Metzger oder im Barf-Shop. Am besten Huhn, Rind oder Pute für den Start. Dazu Innereien, etwas Fett, ein gutes Öl und Supplemente wie Taurin oder Eierschalenpulver.
💡 Tipp: Bestell dir gleich ein kleines Starterpaket mit allem Nötigen. Damit hast du Supplemente, Öle und Pulver direkt griffbereit.
3. Werkzeuge & Zubehör
Du brauchst keine Profi-Küche. Eine Küchenwaage, ein Fleischwolf oder Mixer und ein paar Gefrierdosen reichen völlig. Damit kannst du größere Portionen vorbereiten und einfrieren.
4. Vorbereitung & Portionieren
Alles abwiegen, mischen, in Boxen füllen, einfrieren. Am besten gleich für eine Woche. So sparst du Zeit, und das Futter bleibt frisch.
Wichtig: Auftauen immer im Kühlschrank, nie in der Sonne oder Mikrowelle.
5. Langsame Umstellung
Fang mit kleinen Mengen an. Misch etwas rohes Fleisch unter das gewohnte Futter. Wenn sie’s gut verträgt, kannst du den Anteil nach und nach erhöhen. Manche Katzen brauchen ein paar Tage, andere stürzen sich sofort drauf.
Barfen ist kein Sprint, sondern ein Prozess. Mit jedem Versuch lernst du dazu, wirst sicherer und entspannter. Und irgendwann stehst du da, mischst routiniert ihre Portion zusammen, und denkst dir: „War doch gar nicht so schwer, ne?“
BARF-Grundrezept für Einsteiger
Okay, jetzt wird’s praktisch. Wenn du bisher nur gelesen hast und denkst „Klingt gut, aber was mach ich konkret?“, dann ist das dein Moment. Hier kommt ein einfaches BARF Katze Rezept, das perfekt für den Einstieg ist. Ohne komplizierte Berechnungen, ohne Stress.
Ich hab dieses Rezept selbst getestet, und meine Katze liebt es. Es ist leicht verdaulich, günstig und schnell gemacht. Du brauchst nur ein paar Grundzutaten:
Einfaches Hühnerrezept für Einsteiger
Zutaten:
- 70 % Hühnerbrust oder Putenfleisch (roh, in Stücke geschnitten)
- 10 % Hühnerherzen
- 10 % Hühnerleber
- 10 % fein püriertes Gemüse (z. B. Zucchini, Karotte oder Kürbis)
- 1 TL Eierschalenpulver (Calciumquelle)
- 1 g Taurin (Pflicht-Zusatz bei jeder BARF-Mahlzeit)
- ½ TL Lachsöl oder Krillöl
- Optional: ein Spritzer Wasser für die Konsistenz
Zubereitung:
- Alles Fleisch in kleine, mundgerechte Stücke schneiden oder durch den Fleischwolf drehen.
- Gemüse fein pürieren, damit die Katze es besser verdauen kann.
- Alle Zutaten gründlich vermengen.
- Mit der Küchenwaage abwiegen und in kleine Portionen aufteilen.
- In Gefrierdosen füllen und sofort einfrieren.
💡 Tipp: Wenn du direkt größere Mengen machst, lohnt es sich, verschiedene Fleischsorten abzuwechseln. So bekommt deine Katze mehr Abwechslung und du findest schnell heraus, was sie am liebsten frisst.
Dieses Rezept ist die Basis, mit der du super starten kannst. Es deckt die wichtigsten Nährstoffe ab, ist gut verträglich und sorgt dafür, dass deine Katze sich langsam an rohes Futter gewöhnt.
Wenn du magst, schau dir unbedingt meinen Beitrag Katzenfutter selber machen – 12 einfache Rezepte an. Da findest du weitere Varianten, z. B. mit Rind oder Pute.
Rezepte für Fortgeschrittene
Wenn du den Dreh raus hast und deine Fellnase das rohe Futter liebt, kannst du ruhig etwas kreativer werden. Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten, die nicht nur lecker sind, sondern auch abwechslungsreich und nährstoffreich. Wichtig bleibt nur eins: das richtige Verhältnis aus Fleisch, Innereien, Fett und Supplementen.
Ich zeig dir ein paar meiner liebsten Varianten, die du ausprobieren kannst, sobald du dich sicher fühlst. Sie sind einfach, aber ein kleines Upgrade zum Einsteigerrezept.
🐾 1. Rind mit Karotte und Leber
Zutaten:
- 70 % Rindfleisch (z. B. Rinderhack oder Muskelfleisch)
- 10 % Rinderleber
- 10 % Rinderherz
- 10 % fein geriebene Karotten
- 1 TL Eierschalenpulver
- 1 g Taurin
- ½ TL Lachsöl
💡 Tipp: Rind ist kräftiger im Geschmack und super für Katzen, die Abwechslung mögen. Wenn sie es anfangs misstrauisch beäugt, misch einfach etwas Huhn unter. Das klappt fast immer.
🐾 2. Putenmix mit Zucchini und Lachsöl
Zutaten:
- 70 % Putenbrust
- 10 % Putenherz
- 10 % Putenleber
- 10 % fein pürierte Zucchini
- 1 g Taurin
- 1 TL Eierschalenpulver
- ½ TL Lachsöl
💡 Tipp: Pute ist mager und leicht verdaulich. Perfekt für empfindliche Mägen oder ältere Katzen.
🐾 3. Komplettmenü mit Supplement-Mix
Zutaten:
- 60 % Huhn oder Rind (je nach Vorliebe)
- 15 % Herz
- 10 % Leber
- 10 % Gemüse (z. B. Zucchini, Kürbis oder Karotte)
- 5 % Fett (z. B. Gänseschmalz oder Kokosöl)
- Taurin, Calcium, Seealgenmehl, Lachsöl – alles nach Herstellerangabe
💡 Tipp: Wenn du regelmäßig barfst, lohnt sich ein BARF-Komplett-Supplement . Da ist alles schon perfekt abgestimmt, du musst nichts einzeln abmessen.
Du kannst diese Rezepte leicht abwandeln, indem du Fleischsorten tauschst oder das Gemüse variierst. Hauptsache, die Basis stimmt.
Viele Barfer frieren gleich mehrere Portionen ein und beschriften die Boxen. Superpraktisch, wenn du mal keine Zeit zum Wiegen und Schneiden hast.
BARF-Supplemente: Was wirklich wichtig ist
Wenn du beim Thema BARF Katze tiefer einsteigst, kommst du an einem Punkt nicht vorbei: Supplemente. Ich weiß, das klingt erstmal nach Chemiebaukasten, aber keine Sorge. Es geht nicht darum, deine Küche in ein Labor zu verwandeln, sondern darum, deiner Katze genau das zu geben, was sie in der Natur bekommen würde – nur eben kontrolliert und sicher.
Viele Katzenhalter machen am Anfang den Fehler, einfach nur Fleisch zu füttern. Klingt logisch, ist aber nicht genug. Katzen brauchen bestimmte Vitamine und Mineralstoffe, die im reinen Muskelfleisch fehlen. In der Natur würde sie das aus Fell, Knochen oder Blut bekommen, das fällt beim Barfen natürlich weg.
Hier sind die wichtigsten Zusätze, die du wirklich brauchst:
Taurin
Das absolute Must-have. Taurin ist überlebenswichtig für Katzen, weil sie es nicht selbst herstellen können. Es schützt Herz, Augen und Nerven. Du bekommst es als Pulver – einfach abmessen und untermischen.
💡 Tipp: Nimm ein reines Taurin-Pulver ohne Zusätze. Es ist ergiebig und hält ewig.
Calcium
Wichtig für Knochen und Zähne. In der Natur käme das durch Knochen, beim Barfen ersetzt du es mit Eierschalenpulver oder Calciumcitrat.
💡 Tipp: Eierschalenpulver kannst du sogar selbst machen – Schalen trocknen, fein mahlen, fertig. Oder du nimmst einfach ein fertiges Pulver.
Lachsöl oder Krillöl
Für glänzendes Fell, starke Abwehrkräfte und gesunde Haut. Außerdem liefert es wichtige Omega-3-Fettsäuren. Ein kleiner Spritzer übers Futter reicht völlig.
💡 Tipp: Bewahr das Öl im Kühlschrank auf, so bleibt es länger frisch.
Seealgenmehl
Liefert Jod – wichtig für den Stoffwechsel. Aber Vorsicht: zu viel ist schädlich. Immer genau dosieren!
💡 Tipp: Ein hochwertiges Seealgenmehl mit Dosierlöffel macht’s dir leichter.
Natrium & andere Spurenelemente
Ein kleines bisschen Salz (z. B. unjodiertes Meersalz) gleicht den Natriumgehalt aus. Dazu kannst du auf Komplettmischungen zurückgreifen, wenn du keine Lust auf Einzelprodukte hast.
Wenn dir das alles zu viel Rechnerei ist: Es gibt fertige BARF-Komplettmischungen, in denen alles schon abgestimmt ist. Einfach Fleisch dazu, umrühren, fertig. Superpraktisch für den Alltag, gerade wenn du wenig Zeit hast.
Hygiene & Lagerung
Jetzt kommen wir zu einem Thema, das oft unterschätzt wird: Hygiene.
Gerade bei BARF Katze ist Sauberkeit wirklich alles. Denn wir arbeiten mit rohem Fleisch und das liebt nicht nur deine Katze, sondern leider auch Bakterien.
1. Arbeitsfläche & Hände
Vorher und nachher gründlich Hände waschen, Arbeitsfläche desinfizieren, Brettchen abspülen. Klingt banal, aber macht einen riesigen Unterschied.
💡 Tipp: Halte separate Schneidebretter für Katzenfutter bereit – am besten aus Kunststoff, die du in der Spülmaschine reinigen kannst.
2. Fleisch richtig lagern
Fleisch nach dem Einkauf sofort einfrieren, wenn du’s nicht direkt verarbeitest. Auftauen bitte immer im Kühlschrank, nie in der Sonne oder in heißem Wasser.
💡 Tipp: Beschrifte deine Gefrierdosen mit Sorte und Datum. Dann weißt du immer, was drin ist.
3. Portionieren & Vorbereiten
Ich mache meist Portionen für 3–4 Tage. Das spart Zeit, und das Futter bleibt frisch.
Nach dem Auftauen kannst du die Portion 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahren – aber bitte nie wieder einfrieren.
4. Sauberkeit beim Servieren
Den Napf nach jeder Mahlzeit abspülen, gerade wenn Reste übrig bleiben. Katzen schlecken gründlich, aber das ersetzt kein Spülmittel.
Hygiene klingt vielleicht nach zusätzlicher Arbeit, aber sie wird schnell zur Routine. Und du wirst merken: Alles läuft entspannter, du bist sicherer, und deine Katze bekommt jedes Mal ein frisches, gesundes Menü.
Wie du erkennst, ob BARF deiner Katze guttut
Wenn du startest, willst du natürlich wissen, ob es deiner Katze wirklich guttut. Und glaub mir, das merkst du ziemlich schnell. Katzen sind kleine Meister darin, uns zu zeigen, wie sie sich fühlen . Man muss nur ein bisschen hinschauen.
1. Besseres Fell & Hautbild
Das ist oft das Erste, was auffällt. Das Fell wird weicher, dichter, glänzender. Kein stumpfer Glanz mehr, keine Schuppen. Wenn du sie streichelst, fühlt sie sich einfach „gesund“ an.
2. Mehr Appetit – aber bewusster
Viele Katzen fressen weniger, aber besser. Sie wirken zufriedener nach dem Fressen, schlingen weniger und liegen danach nicht träge rum.
3. Kleinere, geruchlose Häufchen
Ich sag’s, wie’s ist: Du wirst den Unterschied riechen – oder eher nicht riechen. Der Kot ist kompakter, trockener und riecht viel weniger intensiv. Ein gutes Zeichen für eine gesunde Verdauung.
4. Mehr Energie & Lebensfreude
Katzen, die barfen, sind oft aktiver, verspielt und wacher. Gerade bei älteren Katzen sieht man plötzlich wieder kleine Spielattacken oder neugierige Momente.
5. Allgemeines Wohlbefinden
Wenn sie sich öfter putzt, viel schnurrt, gut schläft und allgemein ausgeglichener ist dann passt es.
Natürlich kann es in den ersten Tagen zu kleinen Umstellungen kommen. Ein bisschen Durchfall, leichte Appetitlosigkeit. Das ist normal, wenn der Körper sich umstellt. Wichtig ist, dass sich das nach ein paar Tagen stabilisiert.
Wenn du merkst, dass sie dauerhaft Gewicht verliert, stark müde wirkt oder gar nicht frisst, geh lieber einmal zum Tierarzt. Ein kurzer Blutcheck kann helfen, ob alles im Gleichgewicht ist.
Aber in den meisten Fällen wirst du schon nach kurzer Zeit merken: Sie fühlt sich einfach richtig wohl.
Häufige Fragen zum BARFen
Gerade wenn du neu in das Thema BARF einsteigst, tauchen plötzlich jede Menge Fragen auf. Und ehrlich gesagt, das ist völlig normal. Ich hatte am Anfang auch tausend Fragezeichen im Kopf. Deshalb hier die häufigsten Fragen:
❓ Ist rohes Fleisch nicht gefährlich für Katzen?
Nein, Katzen sind Fleischfresser durch und durch. Ihr Verdauungssystem ist auf rohes Fleisch ausgelegt. Wichtig ist nur, dass du sauberes, frisches Fleisch verwendest und auf gute Hygiene achtest. Dann ist das völlig unbedenklich.
❓ Welche Fleischsorten sind erlaubt?
Huhn, Rind, Pute und Kaninchen sind super. Schwein bitte nie roh füttern – da besteht die Gefahr des Aujeszky-Virus, und das ist für Katzen tödlich. Fisch geht ab und zu als Ergänzung, aber bitte nicht täglich.
❓ Was, wenn meine Katze kein rohes Fleisch mag?
Kein Drama. Viele Katzen müssen sich erst an den Geruch und die Konsistenz gewöhnen. Misch anfangs etwas gekochtes Fleisch unter oder gib ein paar Tropfen Lachsöl drüber. Der Geruch macht’s meistens.
❓ Wie viel BARF braucht meine Katze pro Tag?
Als Faustregel gelten 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts. Eine 5-Kilo-Katze bekommt also etwa 100 bis 150 Gramm pro Tag. Wenn sie sehr aktiv ist oder Freigänger, darf’s auch etwas mehr sein.
❓ Kann ich BARF und Nassfutter mischen?
Ja, klar. Viele machen das. Du kannst z. B. morgens barfen und abends Nassfutter geben. Achte nur darauf, dass du frisches Fleisch und Fertigfutter nicht direkt im selben Napf mischst, sondern zeitlich trennst.
❓ Wie oft soll ich Supplemente geben?
Bei jeder BARF-Mahlzeit. Sie sind fester Bestandteil des Rezepts. Wenn du mal einen Tag pausierst oder vergessen hast, ist das kein Weltuntergang – aber regelmäßig ist wichtig.
❓ Kann ich BARF für mehrere Tage vorbereiten?
Unbedingt! Ich mach’s immer für eine Woche. Alles abwiegen, mischen, einfrieren. So hast du immer frisches Futter parat und keinen Stress im Alltag.
❓ Was kostet BARF im Vergleich zu Fertigfutter?
Kommt drauf an, wo du dein Fleisch kaufst. In der Regel ist BARF auf Dauer günstiger, weil du größere Mengen einfrieren kannst. Das gute Gefühl, genau zu wissen, was drin ist, ist sowieso unbezahlbar.
BARF für Katzen – natürlich, gesund und individuell
Am Ende geht’s beim BARFen für Katzen gar nicht darum, alles perfekt zu machen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu füttern. Du entscheidest, was in den Napf kommt. Du weißt, woher das Fleisch stammt. Du siehst, wie gut es deiner Katze tut und das ist unbezahlbar.
BARFen bedeutet nicht, jeden Tag stundenlang in der Küche zu stehen. Es heißt einfach, natürliche Zutaten zu verwenden, auf Qualität zu achten und Schritt für Schritt sicherer zu werden. Wenn du magst, kannst du auch mischen. Ein bisschen BARF, ein bisschen Nassfutter. Hauptsache, du tust es bewusst.