Wenn ich früh am Wochenende im Garten sitze, spüre ich den Wind in einer selbst gehäkelten Hängematte. Seit Jahren ist das für mich ein fester Teil der Morgenroutine. Ich komme zur Ruhe, während ich an Maschen feile und später die Arbeit im Schatten ausbreiten kann. Diesen Beitrag habe ich für alle geschrieben, die ein DIY-Projekt suchen und das Häkeln lieben. Du bekommst zehn Ideen, die leicht umzusetzen sind und den Alltag verschönern. Jede Anleitung ist klar strukturiert und bietet Platz für eigene Variationen. Du kannst sie im Garten, auf der Terrasse oder im Wohnzimmer nutzen. Sie eignen sich für Anfänger und Fortgeschrittene.
Diese Grundtechniken werden verwendet
Beim Häkeln einer Hängematte stehen gleichmäßige Maschen und die richtige Spannung im Vordergrund. Häufig nutze ich feste Maschen und Stäbchen, um Stabilität zu erreichen. Große Maschenweiten lassen eine luftige Struktur entstehen und sorgen für Flexibilität.
Wichtig ist außerdem der Umgang mit Randabnahmen und Zunahmen, um die Form zu wahren. Ich empfehle, die Maschenzahl vor jedem Schritt zu prüfen. Das verhindert unschöne Wellen am Rand und sorgt für eine saubere Kante.
Für den Abschluss ist ein stabiler Rand und eine gleichmäßige Aufhängung entscheidend. Oft kombiniere ich Makramee-Knoten, um eine dekorative und belastbare Leiste zu erhalten. Das gibt der Hängematte einen professionellen Look und sorgt für eine sichere Aufhängung.
10 schöne Hängematte Häkeln Ideen
1. Luftige Baumwoll-Hängematte

Diese Hängematte aus dünnem Baumwollgarn ist besonders atmungsaktiv. Sie eignet sich für warme Tage und sorgt für ein angenehmes Liegegefühl. Durch das luftige Muster fällt sie leicht und lässt sich problemlos verstauen.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn (ca. 400 g)
- Häkelnadel 5 mm
- Zwei stabile Rundstäbe
So setzt du es um:
- Beginne mit einer Luftmaschenkette in gewünschter Breite.
- Arbeite abwechselnd feste Maschen und Stäbchen.
- Füge nach jeder Reihe eine Randmasche für Stabilität hinzu.
Du kannst die Maschenanzahl variieren, um die Breite anzupassen. Achte auf gleichmäßige Spannung. Mit einem leichten Waschgang vor dem Einsatz entspannen sich die Maschen und die Hängematte legt sich schön. Wenn du ein weicheres Gefühl wünschst, greife zu Garn mit geringem Elastananteil.
2. Hängematte mit Makramee-Rand

Der Makramee-Rand verleiht deiner Hängematte eine dekorative Kante und feste Aufhängungspunkte. So wirkt sie handgefertigt und stabil zugleich. Das Muster lässt sich nach Geschmack variieren und passt zu jedem Einrichtungsstil.
Benötigte Materialien:
- Baumwollseil (ca. 200 g)
- Häkelnadel 4 mm
- Holzring oder Metallring
So setzt du es um:
- Häkle die Grundfläche mit festen Maschen.
- Knüpfe Makramee-Knoten um den Ring.
- Verbinde die Seile gleichmäßig für die Aufhängung.
Du kannst verschiedene Knotentechniken kombinieren. Acht gleiche Seillängen sorgen für Balance. Mit feuchten Händen lässt sich das Seil leichter kämmen und die Knoten bleiben sauber.
3. Bunte Streifen-Hängematte

Mit wechselnden Farben entsteht ein fröhliches Streifenmuster. Du kannst abgestimmte Garnfarben wählen oder Kontraste setzen. Das macht die Hängematte zum Blickfang im Garten oder Wohnzimmer.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn in drei Farben (je 150 g)
- Häkelnadel 6 mm
- Maßband
So setzt du es um:
- Arbeite feste Maschen in einer Farbe für zehn Reihen.
- Wechsle zum Garn der nächsten Farbe.
- Vereine alle Maschen am Rand mit Luftmaschen.
Variiere die Streifenbreite nach Wunsch. Sonneneinstrahlung kann die Farben leicht verblassen. Ein sanftes Lavendelbad bringt den Farbglanz zurück und pflegt das Garn schonend.
4. Gehäkelte Hängematte im Boho-Stil

Boho-Muster kombinieren offene Maschen und Fransen. Damit erhält deine Hängematte einen verspielten Look. Sie passt gut zu natürlicher Einrichtung und wirkt leicht und luftig.
Benötigte Materialien:
- Leinengarn (ca. 300 g)
- Häkelnadel 5 mm
- Fransengarn oder Kettengarn
So setzt du es um:
- Häkle Lochreihen mit Stäbchen und Luftmaschen.
- Füge an den Seiten Fransen ein.
- Ziehe jede fünfte Masche doppelt durch.
Leinengarn reagiert auf Feuchtigkeit. Bei Nässe dehnen sich Maschen leicht. Ziehe die Fransen nach dem Spannen vorsichtig durch, damit sie gleichmäßig fallen.
5. Mini-Hängematte für den Balkon

Eine kompakte Hängematte schafft Platz auf engstem Raum. Sie eignet sich für Balkonstühle oder Gerüste. Dabei bleibt genug Tragkraft für eine Person.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn (ca. 250 g)
- Häkelnadel 5 mm
- Karabinerhaken
So setzt du es um:
- Arbeite eine Luftmaschenreihe in gewünschter Länge.
- Häkle feste Maschen in jede Masche.
- Befestige Karabiner an den Enden.
Du kannst die Länge einfach anpassen. Für extra Komfort füge eine Polsterung ein. Ein UV-beständiges Garn hält länger auf dem Balkon.
6. Hängematte mit Geheimfach

Ein kleines Geheimfach bietet Platz für Schlüssel oder Buch. Es lässt sich unauffällig an der Unterseite einarbeiten. So hast du alles Wichtige stets griffbereit.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn (ca. 300 g)
- Häkelnadel 4 mm
- Kleines Reißverschlussband
So setzt du es um:
- Häkle die Grundfläche bis zum Geheimfach.
- Arbeite um den Reißverschluss Maschen herum.
- Setze das Fach durch Einziehen ins Innenleben ein.
Wähle einen unauffälligen Ort unter der Matte. Achte auf sauberen Reißverschlussstoff. Ein Stück Wattepolster schützt Stifte und Elektronik vor Druck.
7. Hängematte aus recycelten T-Shirts

Alte T-Shirts lassen sich zu robustem Garn verarbeiten. Die Matte wird fest und nachhaltig. Du nutzt vorhandenes Material und schonst Ressourcen.
Benötigte Materialien:
- 15 alte T-Shirts
- Häkelnadel 8 mm
- Starke Kordel
So setzt du es um:
- Schneide die T-Shirts in schmale Streifen.
- Verknote die Streifen für einen ununterbrochenen Faden.
- Häkle mit doppeltem Garn feste Maschen.
Die T-Shirt-Ware kann ungleichmäßig sein. Arbeite langsam und passe die Maschenspannung an. Ein vorheriges Dehnen der Streifen erleichtert das Häkeln.
8. Moderne Netz-Hängematte

Ein Netzlook ist leicht, flexibel und schnell gehäkelt. Sie eignet sich für drinnen und draußen. Durch die offene Struktur trocknet sie zügig nach Regen.
Benötigte Materialien:
- Polyestergarn (ca. 400 g)
- Häkelnadel 6 mm
- Taukordel
So setzt du es um:
- Beginne mit einer Reihe Luftmaschen.
- Arbeite abwechselnd Luftmaschen und feste Maschen.
- Ziehe Maschen für das Netz höher.
Polyestergarn ist wetterfest und leicht zu reinigen. Prüfe regelmäßig die Ankerpunkte am Rahmen. Mit farbigen Metallringen setzt du dezente Akzente.
9. Hängematte mit Fransen

Lange Fransen sorgen für Bewegung und einen natürlichen Look. Sie verlängern den Rand und lockern das Design auf. So entsteht eine Hängematte mit besonderer Note.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn (ca. 350 g)
- Häkelnadel 5 mm
- Schere
So setzt du es um:
- Häkle die Matte mit Stäbchen.
- Schneide Garnstücke in gleicher Länge.
- Befestige Fransen an jeder zweiten Masche.
Achte darauf, dass die Fransen gut verknotet sind. Ein leichtes Ausbürsten gibt Volumen. Nach dem Trocknen fallen die Fransen ordentlich.
10. Hängematte mit Muschelmuster

Das Muschelmuster verleiht der Hängematte eine elegante Textur. Kleine Halbkreise bilden sich in gleichmäßigen Reihen. Das Ergebnis wirkt detailreich und fest zugleich.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn (ca. 450 g)
- Häkelnadel 4 mm
- Markierungsnadeln
So setzt du es um:
- Arbeite eine Basis mit festen Maschen.
- Wechsle dann zu Muschelreihen aus fünf Stäbchen.
- Platziere jede Muschel versetzt zur vorherigen.
Markiere die Anfangsmaschen für gleichmäßige Abstände. Eine leichte Blockade nach dem Waschen hebt das Muster hervor. Für Variation kombiniere zwei Farben.
Abschluss
Ich hoffe, du fühlst dich motiviert, eine Hängematte nach deinem Geschmack zu häkeln. Jede Idee zeigt verschiedene Garnarten und Muster. So findest du ein Projekt, das zu deinem Alltag passt. Probiere mehrere Varianten aus und gestalte sie mit eigenen Akzenten. Deine neue Hängematte wartet schon auf den ersten entspannten Moment.












